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Anmerkungen


Sofern die Bibel – wie allgemein angenommen – tatsächlich gänzlich wahr wäre:

Durch Gebote sind wir gebunden und man kann diese übertreten. Aber selber empfundene Barmherzigkeit brennt aus dem Herzen heraus und lässt uns standhaft an der Sache festhalten. Liebe zu Mitgeschöpfen kann Gott nicht zum Gebot machen, zumindest nicht, was den Erhalt der Leben dieser Wesen angeht, da Er hofft, dass wir aus uns selber heraus aus Liebe zu IHM das Leben der Tiere erhalten werden. Kein Fleisch mehr zu essen und das Leben der Tiere zu verschonen ist deshalb kein Gebot/Gesetz Gottes, da es sonst eine Pflicht, eine Art Stoppschild, eine Grenze für den Gläubigen wäre. Er sähe sich zwangsweise dazu verpflichtet, aus heiliger Treue zu Gott, auf Fleisch zu verzichten und würde es doch aufgrund seiner sündigen Natur wieder tun. Das will Gott nicht, da der Verzicht auf Leichenessen etwas Selbstverständliches aus dem Herzen heraus sein sollte, aus der selbst empfundenen Barmherzigkeit, wenn man sich wirklich und ehrlich zu Gott gehörig betrachtet. Gott testet uns, wie weit unsere Liebe zu den Mitgeschöpfen wirklich geht. Wir haben immer noch Blut an den Händen durch unseren Fleischkonsum, weil wir Töten und Blutvergießen unterstützen. So können wir nicht geistig aufsteigen und vervollkommnet werden, was sich Gott doch so sehr für uns wünscht, wenn uns das fette Fleisch auf den Geist, die Seele drückt, uns ein Völlegefühl und schwere Sättigung einbringt und uns somit nicht nur geistig, sondern auf im Fleische nieder auf die Erde drückt. So kann kein Aufsteigen funktionieren. Wer aufsteigen will, der schnürt sich kein schweres Paket um die Hüften. Wer vom Grund des Meeres wieder hinauf an die Wasseroberfläche steigen möchte, um zu atmen, der bindet sich keinen schweren Stein ums Bein. All dies zieht einen hinunter auf den Grund des Bodens. Jeder Art von Boden. Es ist daher keine lächerliche Übertreibung, wenn wir hier den Hollywood-Blockbuster NOAH (Regisseur Darren Aronofsky, Erscheinungsdatum Deutschland: 2014) anführen und hierzu der Meinung sind, dass dieser am besten verdeutlicht, wie sehr Fleisch Sünde ist und wie weit es einen von Gott entfernt. Auch wenn NOAH sich nicht sehr an die biblische Vorlage hält, sondern ebenso mit vielen außerbiblischen Texten arbeitet, versteht der aufmerksame Zuschauer des Films schnell, dass die ersten Menschen als Pflanzen essende Wesen geformt wurden und das Essen von Fleisch erst durch den Sündenfall als Fluch über die Menschen kam und nur böse Menschen damals anfingen Totes zu verzehren. Ebenso hält sich Noah im Film von Städten und den bösen Menschen fern, da dort oft erst recht Verderbtheit und Böswilligkeit zu finden ist. Hierüber und ebenso über den Verzicht von Fleisch wurde auf einer katholischen Internetseite arg gelästert und gespottet. Aber wie dieses Infobuch bereits erklärt hat durch Daten, Fakten und Quellen, kam ja schließlich der Verbot vegan lebender Christen vonseiten der Katholischen Kirche und jagte explizit solche Christen und legte ihnen einen Bannfluch auf.

Gott gab uns ein Gleichnis ein, um noch besser zu verdeutlichen, weshalb wir als Kinder Gottes dazu verpflichtet sind, Gottes Schöpfung zu bewahren: Gott ist unser Vater, so nehmen wir hier als Beispiel ebenso den Vater, allerdings unseren irdischen Vater – wer seinen irdischen Vater in der Familie wirklich liebt, dieser Vater jedoch etwas erschaffen hat, kreiert hat oder ihm sonst etwas lieb und teuer ist, würdest du dieses dann zerstören, obwohl du deinen Vater über alles liebst? Würde da deine Liebe zu deinem Vater dich nicht daran hindern, seine teuersten Schätze zu zerstören? Würde deine Liebe zu ihm zulassen, dass du Dinge, die ihm am Herzen liegen, kaputt machst? Diese Liebe würde dich davor bewahren, deinem Vater ein Leid zu zufügen und ihm Herzensdinge zu zerstören, ganz gewiss. So sieht es auch mit Gottpapa aus: Er erschuf die Natur, die Tiere, die Menschen. Wenn wir Menschen wahrhaftig Gott als unseren Papa lieben, dann beschützen wir das, was Gottpapa erschuf und was Ihm daher lieb und teuer ist. Wie können wir also von uns aus behaupten Gottpapa zu lieben, aber gleichzeitig Seine Schöpfung zerstören und die Tiere missbrauchen, töten und essen und ebenso die Natur? Wir zerreißen Gottvater das Herz und lachen Ihm auch noch ein „Ich liebe dich“ ins Gesicht, während wir Seine Schöpfung zugrunde richten.

Die Bibel ist nur ein Mindestmaß. Ein Maß, das der Mensch MINDESTENS erfüllen sollte. Gerne darf er aus Herzensgüte weiter gehen. Gott hätte da nichts gegen. So ist auch das Gebot, man solle den Zehnten des Einkommens an Gott und/oder die Armen abgeben. Doch diese zehn Prozent sind nur ein Mindestwert. Was mindestens getan werden sollte. Wer fünfzig oder sogar hundert Prozent abgeben kann, der sollte dies tun. Daher kann die Bibel nicht in ihrem kleinen Maß beschränkt werden, es geht weit über die Bibel hinaus, was der Mensch tun kann. Und wer sich auf die Bibel versteift und uns nicht glauben mag, der kann sich dahingehend einmal überlegen, dass die Bibel als Mindestmaß genauso gut dem Menschen erlaubt, dass er aus reiner Herzensgüte das Tier am Leben lässt und ihm dadurch ein Recht auf Leben einräumt. Ein Recht auf ein schönes Leben, wo es selber nicht getötet und zuvor schlimm gefoltert wird. Wo es seine Kinder und auch seine Milch behalten darf. Wo es herumtollen und einfach glücklich sein darf. Wer möchte denn nicht frei leben und glücklich sein dürfen? Warum möchten wir selber gut und glücklich leben, aber wir gönnen es anderen nicht, weder anderen Menschen noch anderen Wesen generell? Haben wir dann mit dieser Einstellung selber ein glückliches, friedliches Leben überhaupt verdient, wenn wir es anderen nicht gönnen und einräumen?

In diesem Sinne: „Wer Gelegenheit hat, Gutes zu tun, und tut es trotzdem nicht, der wird vor Gott schuldig.“ (Jakobus 4,17)

Bezüglich des Garten Edens möchten wir zudem die Anmerkung machen, dass zu Lebzeiten von Adam und Eva ebenso die Pflanzen fressenden Dinosaurier friedlich mit ihnen im Garten Eden gelebt haben. Erst nach dem Sündenfall kamen die Fleisch fressenden Dinosaurier dazu, die die Menschen jagten. Vermutlich durch einen Komet oder ein anderes Objekt aus dem All wurden diese dann vernichtet, aufdass sie den Menschen nicht vernichten. Allerdings sahen die Dinosaurier niemals so aus und benahmen sich niemals so, wie es in Actionfilmen aus Hollywood (z.B. „Jurassic Park“) dargestellt wird. Der Bibelausleger und Bibellehrer John MacArthur* beschreibt als Kommentar zur Erklärung über den Garten Eden zur Textstelle in der Bibel 1.Mose 1,24 („Und Gott sprach: Die Erde bringe lebende Wesen hervor nach ihrer Art, Vieh, Gewürm und Tiere der Erde nach ihrer Art! Und es geschah so. Und Gott machte die Tiere der Erde nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art.“) folgendes: „Diese „wilden Tiere“ unterscheiden sich von der Artenfamilie des Viehs und umfassen größere Kreaturen einschließlich von Dinosauriern wie dem Behemot** (Hiob 40,15ff).“

Die Raubtiere, die wir alle kennen, sind erst durch den Sündenfall entstanden, das heißt, Dämonen bringen sie dazu, dass sie jagen und Fleisch essen und auch gelegentlich Jagd auf Menschen machen. Von sich aus sind auch diese Wesen nicht als Fleischesser geschaffen worden, genauso wie der Mensch. Gott hatte bei der Erschaffung von Tieren und Menschen niemals die Absicht, dass sie jagen und Fleisch essen. Sonst hätte Er uns direkt so erschaffen.

Das Judentum berechnet die Existenz der Erde seit Mose, die Christen seit Jesu Geburt. Laut jüdischer Zeitrechnung beträgt die Erdexistenz nun im September 2018 die Jahreszahl 5779. Da jedoch bereits Noah und Adam und Eva auf Erden lebten lange vor Moses, dürfte die Erde rund 6.000 bis vielleicht 10.000 Jahre in etwa alt sein und solange bereits existieren.

 

Uns wurde von verschiedenen Juden zugetragen, dass das Gebot „Du sollst nicht töten“ in seiner ursprünglichen Fassung viel länger war als die uns allen bekannte. Die Originalfassung beinhaltete nämlich sogar die Forderung Gottes, dass auch keine Tiere getötet werden dürften. Wie wir bereits weiter oben erwähnt haben, sagte uns ein strenggläubiger Jude, dass die Kinder Israels schon immer vegan gelebt hätten und auch die Tora nicht ohne Fehler wäre. Der Mensch habe sich die Gebote Gottes zu eigen gemacht und an die eigenen Vorlieben und Gewohnheiten und Gelüste angepasst. Beide Anmerkungen sowohl über das Gebot des Tötens als auch über den Ur-Veganismus im Judentum passen gut zusammen.


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* MacArthur, J. (2002). „John MacArthur Studienbibel (Schlachter Version 2000)“. 8. Auflage, Bielefeld: CLV – Christliche Literaturverbreitung.

** Der Behemoth (hebräisch „Großtier“, Steigerungsplural von hebräisch „Tier“) ist ein in der jüdischen Mythologie auftauchendes, an Land lebendes Ungeheuer, welches in seiner Gestalt einem Ochsen ähnelt. Er stellt das Gegenstück zum Leviathan, einem im Wasser lebenden Ungeheuer, dar. Weiterhin wird Behemoth auch als Gegenstück zu Ziz, einem nicht in der Tora auftauchenden Vogel, dargestellt.

„Behemoth und Leviathan“. Verfasst von: Felix Sch. Wahlgrundkurs „Jüdische Geschichte und Kultur“ 2008/09.
https://www.judentum-projekt.de/geschichte/altertum/behemoth/index.html (20.10.2018)