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Definition Christ & Jesu Wesen


Wenn man sich im Internet so umschaut, wie die genaue Definition von Christ ist und was einen echten Christen ausmacht, kommen oft Erklärungen darüber, dass er im Herzen an Jesus glauben und mit dem Mund Jesus bekennen muss. Schon ist man Christ. Ist es so einfach?

 

Unsere Definition von Christ ist die, dass ein Christ ein Mensch ist, der sich zu Christus bekennt und zu dessen Lehren und Wesen und Überzeugungen. Er macht Christus nach und liebt Ihn. Sein Wille ist Jesu Wille, sein Herz gleicht dem Herzen Jesu, sein Handeln entspricht dem von Jesus, dem Christus. Dafür muss man sich aber zunächst einmal gewahr werden, wer Jesus eigentlich war. Die Bibel spricht davon, dass Jesus sanftmütig war und ebenso von Herzen demütig. Was bedeutet „Sanftmut“ und was „Demut“? Die Enzyklopädie der Wertevorstellung erklärt dies so:

 

Warmherzigkeit, Gutmütigkeit, Milde, Güte, Zartheit, Geduld, Entgegenkommen, Friedlichkeit, Gelassenheit, Herzensgüte, Gemütsruhe, Gleichmut, Zuvorkommenheit, Einfühlungsvermögen, Freundlichkeit.

 

Ähnlich: Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Aufmerksamkeit, Herzlichkeit, Gnade.

 

Eine ruhige, friedliche und ausgeglichene Wesensart mit wohlwollender Gesinnung.

 

 

 

Ergebenheit, Ergebung, Hingabe, Gehorsamkeit, Opferbereitschaft, Willfährigkeit.

 

Abgeschwächt: Bescheidenheit, Genügsamkeit.

 

Negativ: Unterwürfigkeit

 

Fremdwörter: Devotion, Humilität

 

Gegensatz: Hochmut

 

Hingebung zu einer akzeptiert höher stehenden Instanz.

 

Wir schlussfolgern also daraus, dass Jesus voller Milde und Güte war, dass Er friedliebend war und selbstlos. Er brachte allem und jedem Wohlwollen entgegen und er war opferbereit (nicht nur im Sinne seines Kreuzestodes, wo Er sich für uns alle als Opfer darbrachte) und damit bereit, sich selber für ein anderes Wesen hintanzustellen. Wenn man das nun so liest, würde da jemand ernstlich daran denken, Jesus hieße Töten und Fleischessen gut? Wenn man im Hinblick Seiner Wesensart, die wir gerade beleuchtet haben, daran festhält, Jesus habe gepredigt, Fleischessen sei in Ordnung, wird man hier schwere Unterschiede feststellen. Das eine passt nicht mit dem anderen zusammen. Außer, Jesus hat Seine Liebe und Barmherzigkeit wie eine Lampe immer wieder ein- und ausgeschaltet, je nachdem, für wen er gerade bereit war Erbarmen und Liebe zu geben. Aber wenn man so willkürlich mit Liebe und Güte umgeht, ist es dann echte, tiefempfundene Liebe und Güte? Wer dies ernstlich und tief empfindet und echt und wahr, der kann nicht anders, als ALLES um sich herum mit Liebe und Barmherzigkeit zu umfassen. Gleich wie ein umgekipptes Glas Wasser alles in seiner Umgebung einnässt und umfasst, so ist es auch mit echter Liebe und Güte: es umfasst jeden in der eigenen Umgebung, ob Mensch oder Tier oder die Natur. So muss Jesus auch gewesen sein, dessen strahlende Aura und Milde und Güte alles in Seiner Umgebung erfasste und veränderte. Mit diesem gütigen und liebenden Jesus im Hinterkopf und den brutalen Folterbildern von Tieren in der modernen Massentierhaltung oder auch in der damaligen Zeit im Sinne von brutalen Opfer- und Schlachtritualen der Juden vor Augen – passen diese beiden Dinge zusammen? War Jesus, dem Sohn Gottes, die restliche Schöpfung Seines Vaters also egal? Ging es nur um die Menschen und der Rest, der aus Gottes Hand hervorgegangen ist, war also hinfällig? Jesus war sicherlich der Ansicht, dass, sobald man sich zu Ihm bekennt und Sein Wesen annimmt voll Milde und Güte, dass man sich von vorneherein auch den Tieren und der Natur entsprechend gütig und milde verhalten würde. Wenn die Liebe und das Erbarmen ernstlich und allumfassend aus dem Herzen kommt, dann war es nur logisch, dass diese dann nicht wie eine Lampe an- und auszuknipsen war nach Belieben, sondern stets alles umfasste. So auch Tiere und Natur. Doch leider haben die Menschen diese Liebe und das Erbarmen pervertiert, indem sie meinen, sie bräuchten nur Menschen zu lieben und für den Rest gäbe es laut Bibel keine ordentliche Anweisung. Aber ist dies Grund genug dafür, nur weil es keine explizite Anweisung in der uns bekannten klassischen Bibel gibt, deshalb andere – mit dem Atem Gottes erfüllte – Wesen leiden zu lassen? Muss da nicht der eigene Verstand, das eigene Herz, die eigene Moral, die wir ja von Jesus erhalten haben, sobald wir Sein Wesen annehmen, nicht sofort eingreifen und laut NEIN schreien zu all den Gräueln den Tieren und der Natur gegenüber? Kann man sich als Christ einfach wegdrehen und sagen: „Darüber gibt es nichts in der Bibel, daher geht mich das nichts an!“ ohne von Gott deswegen gerichtet zu werden, weil man das Unrecht zugelassen hat? Reicht das als Ausrede vor Gott? In unseren Augen reicht das nicht. Auch wenn keine genaue „Anweisung“ in der Bibel steht, gibt es doch genügend Bibelstellen, die beweisen, dass wir uns um die Tiere vernünftig kümmern sollen und ihnen helfen und jedes nur mögliche Leid von ihnen abwenden sollen. Immerhin übergab uns Gott VOR dem Sündenfall die Erde in unsere Hand, dass wir sie uns untertan machen sollten. Dies bedeutet, dass dies natürlich im GUTEN geschehen sollte und nicht im Bösen, wo wir alles unter uns foltern, missbrauchen, quälen und töten. Nach dem Sündenfall erhielt Satan die Macht über die Erde und so haben wir nun keine Macht mehr über sie. Hier mal ein paar dieser Bibelstellen:

 

„Da stand Bileam am Morgen auf und sattelte seine Eselin und zog mit den Fürsten der Moabiter. Aber der Zorn Gottes entbrannte darüber, dass er ging. Und der Engel des HERRN trat ihm als Widersacher in den Weg. Er aber ritt auf seiner Eselin, und seine beiden Burschen waren bei ihm. Als nun die Eselin den Engel des HERRN im Weg stehen sah und das gezückte Schwert in seiner Hand, da bog die Eselin vom Weg ab und ging aufs Feld. Bileam aber schlug die Eselin, um sie auf den Weg zu lenken. Da trat der Engel des HERRN in einen Hohlweg bei den Weinbergen; eine Mauer war auf dieser, eine Mauer auf jener Seite. Als nun die Eselin den Engel des HERRN sah, drängte sie sich an die Wand und klemmte Bileams Fuß an die Wand. Da schlug er sie noch mehr. Da ging der Engel des HERRN weiter und trat an einen engen Ort, wo kein Platz zum Ausweichen war, weder zur Rechten noch zur Linken.

Als nun die Eselin den Engel des HERRN sah, fiel sie unter Bileam auf ihre Knie. Da entbrannte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stecken.

Da öffnete der HERR der Eselin den Mund; und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir getan, dass du mich nun dreimal geschlagen hast? Bileam sprach zu der Eselin: Weil du Mutwillen mit mir getrieben hast! Wenn nur ein Schwert in meiner Hand wäre — ich hätte dich jetzt umgebracht! Die Eselin aber sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, die du von jeher geritten hast bis zu diesem Tag? War es jemals meine Art, mich so gegen dich zu verhalten? Er antwortete: Nein! Da enthüllte der HERR dem Bileam die Augen, und er sah den Engel des HERRN im Weg stehen und das gezückte Schwert in seiner Hand. Da verneigte er sich und warf sich auf sein Angesicht. Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun dreimal geschlagen? Siehe, ich bin ausgegangen, um dir zu widerstehen, weil [dein] Weg vor mir ins Verderben führt! Und die Eselin hat mich gesehen und ist mir nun dreimal ausgewichen. Und wenn sie mir nicht ausgewichen wäre, so hätte ich dich jetzt umgebracht, sie aber am Leben gelassen! Da sprach Bileam zu dem Engel des HERRN: Ich habe gesündigt, denn ich wusste nicht, dass du mir im Weg entgegenstandest! Und nun, wenn es böse ist in deinen Augen, so will ich wieder umkehren.“ (4.Mose 22,21-34)

 

„Wenn du das Rind deines Feindes oder seinen Esel antriffst, der sich verlaufen hat, so sollst du ihm denselben auf jeden Fall wiederbringen.

Siehst du den Esel deines Feindes unter seiner Last erliegen, könntest du es unterlassen, ihm zu helfen? Du sollst ihm samt jenem unbedingt aufhelfen!“ (2.Mose 23,4-5)

 

 

„Du sollst nicht zusehen, wie der Esel deines Bruders oder sein Rind auf dem Weg fallen, und du sollst dich ihnen nicht entziehen, sondern du sollst ihnen unbedingt aufhelfen.“(5.Mose 22,4)

 

 

„Samuel aber sprach zu Saul: Hat der HERR dasselbe Wohlgefallen an Schlachtopfern und Brandopfern wie daran, dass man der Stimme des HERRN gehorcht? Siehe, Gehorsam ist besser als Schlachtopfer und Folgsamkeit besser als das Fett von Widdern! Denn Ungehorsam ist [wie] die Sünde der Wahrsagerei, und Widerspenstigkeit ist [wie] Abgötterei und Götzendienst. Weil du nun das Wort des HERRN verworfen hast, so hat er dich verworfen, dass du nicht mehr König sein sollst!“ (1.Samuel 15,22-23)

 

 

„Unmöglich kann das Blut von Stieren und Böcken Sünden hinwegnehmen! Darum spricht er bei seinem Eintritt in die Welt: »Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir bereitet. An Brandopfern und Sündopfern hast du kein Wohlgefallen.“ (Hebräer 10, 3-6)

 

 

„An jenem Tag will ich auch zu ihren Gunsten einen Bund schließen mit den Tieren des Feldes und mit den Vögeln des Himmels und mit allem, was auf Erden kriecht; und ich will Bogen, Schwert und alles Kriegsgerät im Land zerbrechen und sie sicher wohnen lassen.“ (Hosea 2,20)

 

 

„Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, an der Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern.“ (Hosea 6,6)

 

„So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Bringt nur eure Brandopfer zu euren Schlachtopfern hinzu und esst Fleisch! Denn ich habe zu euren Vätern nichts gesagt und ihnen nichts befohlen in Bezug auf Brandopfer und Schlachtopfer an dem Tag, als ich sie aus dem Land Ägypten herausführte, sondern dieses Wort habe ich ihnen befohlen: Gehorcht meiner Stimme, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein; und wandelt auf dem ganzen Weg, den ich euch gebieten werde, damit es euch wohlergehe! Aber sie gehorchten nicht und neigten mir ihre Ohren nicht zu, sondern sie wandelten nach den Ratschlägen, nach dem Starrsinn ihres bösen Herzens, und sie wandten mir den Rücken zu und nicht das Angesicht. Von dem Tag an, als eure Väter aus dem Land Ägypten zogen, bis zu diesem Tag habe ich euch alle meine Knechte, die Propheten, gesandt, [und zwar] täglich, indem ich mich früh aufmachte und sie [immer wieder] sandte,

aber sie haben mir nicht gehorcht und mir kein Gehör geschenkt, sondern sie zeigten sich noch halsstarriger und böser als ihre Väter. Und wenn du auch alle diese Worte zu ihnen redest, so werden sie doch nicht auf dich hören; und wenn du ihnen zurufst, werden sie dir nicht antworten. Darum sollst du zu ihnen sagen: Dies ist das Volk, das auf die Stimme des HERRN, seines Gottes, nicht hören will und keine Züchtigung annimmt; dahin ist die Wahrhaftigkeit, ausgerottet aus ihrem Mund!“ (Jeremia 7,21-28)

 

 

„Sie ernährten sich die ganze Zeit nur von Pflanzen, um nicht unrein zu werden.“ (2.Makkabäer 5,27)

 

„Denn das Geschick der Menschenkinder und das Geschick des Viehs ist ein und dasselbe: Die einen sterben so gut wie die anderen, und sie haben alle denselben Odem, und der Mensch hat dem Vieh nichts voraus; denn es ist alles nichtig.

 

Alle gehen an denselben Ort: Alles ist aus dem Staub geworden, und alles kehrt auch wieder zum Staub zurück.“ (Prediger/Kohelet 3,19-20)

 

Bei all diesen Bibelstellen wird deutlich, dass Gott niemals Brandopfer oder Schlachtopfer oder das Essen von Tieren dem Menschen erlaubt hat. Zudem ist das Vieh genauso viel wert wie wir Menschen, denn wir teilen den selben Atem. Und wir sollen auf die Tiere achtgeben, denn Gott gab sie uns in unsere Hände, aber nicht so, dass wir herrschsüchtig und gewaltsam über sie herrschen sollten und tun und lassen mit diesen, was wir wollen. All dies hat sich der Mensch selber angeeignet und das Wort Gottes so gedreht, dass es dem Menschen, der Fleisch liebt, wieder passt. Aber dadurch betrügt er sich selber, denn Gott mag das nicht. Gott weiß, was Er uns Menschen erlaubt hat und was nicht und alles andere kommt vom Menschen und seiner Schlechtigkeit. Diese genannten Bibelstellen beweisen eindeutig, was Gott von unserem Fleischtreiben hält und wer noch immer nicht genug Bibelstellen zum Beweis hat, dass wir kein Fleisch essen dürfen und wer nun noch immer nicht zufrieden gestellt ist dadurch, der kann mit nichts zufriedengestellt werden, nicht einmal, wenn es ihm Gott selber sagt, er würde es nicht glauben. Fleisch zu essen ist für den Menschen wie eine Droge, eine Sucht geworden, die er nicht einmal für Gott zu bekämpfen vermag oder sich aus Liebe zu Gott zumindest darum bemüht. Halsstarrige Menschen, die zwar vorgeben, zu Gott zu gehören, jedoch mit keinem biblischen und außerbiblischen Wort Gottes auf den richtigen Weg zu bringen sind, betrügen sich selber, ihre eigenen Herzen und am schlimmsten: sie betrügen Gott. Sie wähnen sich in Sicherheit, in einem guten christlichen Leben, sie meinen, sie täten nur das, was Gott will. Doch wie wir gerade anhand der Bibel beleuchtet haben, tun sie nur ihren eigenen Willen und nicht den Willen Gottes und nicht den Willen Jesu, die niemals Töten, Blutvergießen und Fleischessen guthießen und an uns Menschen sehen wollen.

Viele Christen meinen, weil Jesus bestimmte Dinge nicht angesprochen hat, hieße das, dass man diese Dinge ruhig tun dürfe. Ist das wirklich so? Darf man Dinge, die Jesus in der Bibel offenbar nicht angesprochen hat, dennoch legal ausüben und behaupten, dass das schon okay ist? Jesus hat weder Kindesmissbrauch, noch Vergewaltigung, noch Abtreibung oder sonstige andere schlimme Dinge angesprochen: werden sie daher also gut und okay? Wohl kaum. Wir können uns vorstellen, dass Jesus nicht alles ansprach, da Er wollte, dass wir Ihm ähnlich werden, Sein Wesen annehmen der Liebe und der Barmherzigkeit. So würde es also „logisch“ sein, Dinge nicht anzusprechen, da wir ja – wenn wir erstmal sind wie Jesus – ohnehin von uns aus nichts Böses mehr tun wollen und können. Wer wahrhaft das Wesen Jesu angenommen hat, der missbraucht keine Kinder, treibt sie nicht ab, foltert und tötet weder Mensch noch Tier, der vergewaltigt nicht undundund. Daher die Lücke in der Bibel. Doch besser wäre es für die meisten, die sich Christen nennen, Er hätte darüber genau gesprochen, da sich so viele in Seinem Namen auf Ihn berufen und nur das tun, was Er gesagt hat und das, was Er nicht gesagt hat, einfach unschuldig tun und sagen „Es steht darüber nichts in der Bibel!“ und somit wissentlich das Böse zulassen und sich somit schwer versündigen. Wie oben bereits beschrieben, kann ein Christ sich bei offensichtlich unmoralischen, ungerechten und bösen Handlungen, die auf Erden in seiner Umgebung geschehen, nicht einfach wegdrehen: Gott sieht genau hin!

 

Darüber hinaus hat uns einmal ein strenggläubiger Jude erzählt, dass die Kinder Israels schon immer vegan gelebt haben und die Regelungen von Schlachten und Opfern und Fleischessen niemals von Gott gekommen sind und daher auch die Tora gefälscht ist, da Mose und alle anderen Menschen nach Fleisch gierten, aber dies niemals der Wille Gottes war. Die Kinder Israels kannten stets nur die vegane Lebensweise zum Erhalt der Schöpfung Gottes.

 

 

Gemäß der Abschrift eines Originalbriefes von Publius Lentullis in Rom wird erzählt, wie Jesus aussah und für andere rüberkam. Die römischen Statthalter pflegten den Brauch, dem Senat Berichte zu schicken über wesentliche Geschehnisse in dem Gebiet, das ihnen unterstellt war, und in den Tagen von Tiberius Cäsar schrieb Publius Lentullus, Statthalter von Judäa, an den Senat betreffs Jesus:
„Es ist vor kurzem ein Mann mit großer Tugend aufgetreten namens Jesu Christ, der noch unter uns lebt und von Heiden als Prophet der Wahrheit anerkannt wird, während seine Jünger ihn den Sohn Gottes heißen. Er erweckt die Toten und heilt Krankheiten aller Art. Er ist ein Mann von ziemlich hoher Gestalt, anmutig, mit ehrfurcht-gebietendem Gesicht, sodass, wer ihn anblickt, Liebe und Furcht zugleich empfindet. Sein Haar hat die Darbe der Kastanie, ist voll gereift, fließt flach über seine Ohren, fällt dann jedoch in mehr morgenländischer Art in Locken und umwallt seine Schultern. Er trägt das Haar mitten auf dem Haupte gescheitelt nach der Art der Nazariter [
„Nazariter“ dürfte dem Ausdruck „Nasiräer“ entsprechen. Die Nasiräer waren eine vegetarisch lebende religiöse Gemeinschaft.].
Seine Stirn ist glatt und sehr fein gebaut. Sein Gesicht ist ohne Fleck oder Falte und verschönt durch ein liebliches Rot. Seine Nase und sein Mund sind so geformt, dass nichts ausgesetzt werden kann. Sein Bart ist dicht, von gleicher Farbe wie das Haupthaar, nicht sehr lang, doch gegabelt. Sein Blick ist unschuldig und gereift, seine Augen grau, klar und lebhaft.  Im Verurteilen der Heuchelei ist er schrecklich, in Ermahnungen höflich und voll guter Worte, im Gespräch freundlich und heiter und doch auch voll würdigen Ernstes. Niemand kann sich erinnern, ihn jemals lachen gesehen zu haben; doch viele sahen ihn weinen. Sein Körper ist in allen Teilen von wundervollem Ebenmaß. Seine Hände und Arme bieten einen entzückenden Anblick. Beim Sprechen ist er sehr ruhig, bescheiden und weise. Er ist ein Mann, der durch seine ungewöhnliche Schönheit alle anderen Menschen übertrifft.“

 

                                              *

 

Diese uralte Beschreibung über Jesu Aussehen und Aura und sein Betragen von jemandem, der Ihn leibhaftig erlebt hat, sagt uns ganz deutlich, welch ein Mensch Jesus gewesen sein muss. Wir lesen hier sehr viel Liebe und Ruhe und Wohlwollen heraus, dass es nun noch unmöglicher erscheint, dass dieser unsagbar liebende und liebevolle Jesus das Töten und Blutvergießen von armen und unschuldigen Wesen guthieß. Zumal sich Jesus ja stets für die Armen, Unterdrückten und Ausgestoßenen eingesetzt hatte und hierin sehen wir keinen Grund, weshalb Er nicht nur die Menschen meinte, sondern ebenso die unschuldigen Tiere und die Natur. Gehört doch alles zur Schöpfung Gottes! Er ging auf Kinder zu, Er ging auf Frauen zu und Er ging auf die Tiere und die Natur zu, denn all diese waren in den Augen der Gesellschaft minderwertige Wesen. Jesus war kein Egoist und tat, was Er selber wollte. Er tat das, was Gott, der Vater, von Ihm wollte und so tat Er nur moralisch Richtiges und Gutes. Hierunter kann niemals Folter, Missbrauch, Blutvergießen, Tod und Fleischverzehr fallen. Das ist vollkommen auszuschließen. Der Tod und Jesus passen nicht zueinander. Verderben und Jesus passen nicht zueinander. Folter, Missbrauch, Quälen und Jesus passen nicht zueinander.