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Der Fisch, der eine Pflanze war


 

In den bereits erwähnten Texten wird davon berichtet, dass die Übersetzung fehlerhaft gewesen sei und der sogenannte „Fisch“ oder das sogenannte „Fleisch“ in Wahrheit nur „Zuspeise“ hieß und meist aus Trockenfrüchten bestand. Doch ebenso haben wir erfahren, dass – sofern es sich um eine richtige Übersetzung handelt – es zwar um einen Fisch ging, dies jedoch kein lebendiges Tier bezeichnete, sondern eine Pflanze. Die sogenannte „Fischpflanze“. Im Nahen Osten war die Fischpflanze eine vegetarische Spezialität und gehörte einst in Babylon zu den kulinarischen Spezialitäten. Noch heute wird laut Berichten aus dem Mehl der getrockneten Wasserpflanze (Fischpflanze) in östlichen Ländern (Japan, islamische Länder) kleine Brötchen gebacken.  Die weichen Fischpflanzen werden in der Sonne getrocknet, zu Mehl verarbeitet und in Rollen gebacken. Diese Brötchen gehörten bereits im alten Babylon zur täglichen Ernährung und galten auch zu Jesu Lebzeiten als Leckerbissen. Die Griechen konnten damals mit dem Wort „Fischpflanze“ nichts anfangen und machten aus diesen Brötchen in ihren Schriften einfach einen Fisch daraus, weswegen die allgemeine Annahme entstanden ist, Jesus hätte gerne Tiere verspeist und würde es uns dadurch erlauben. Bis zum 4. Jahrhundert gab es nur Brot und Früchte als Nahrungsgebot Jesu in der Bibel, seit dem 4. Jahrhundert sind spätere Schriften der Bibel im Umlauf, die das Töten und Essen von Tierleichen erlauben und sich damit über die Ordnung Gottes hinwegsetzen.*

Wie genau diese Fischpflanze aussieht und unter welchem Namen sie heute bekannte ist, ist nicht genau nachzuprüfen. Es gibt eine Pflanze, die diese Fischpflanze sein könnte. Sie nennt sich „Fisch Minze“ oder „Fischkraut“ oder auch „Dichtlaichkraut, Dichtblättriges Laichkraut oder Dichtes Laichkraut“ und wird auch als „Chamäleonpflanze“ oder „Groenlandia densa“ bezeichnet. Sie zeichnet sich durch ein starkes Fischaroma aus und ihre Blätter sind etwas herzförmig mit kleinen, weißen Blüten daran. Diese Wasserpflanze ist im Süßwasser in Nordafrika und Eurasien weit verbreitet. Das Fischkraut kommt aber auch in Asien bis zum westlichen Iran vor. Der Name „Groenlandia densa“ wurde von vielen Stellen akzeptiert, darunter auch vonseiten Jerusalem, was die Wahrscheinlichkeit, dass diese Pflanze in der Gegend, wo Jesus gelebt und gepredigt hat, gewachsen und gerne vorgekommen ist, erhöht.**  Ob es sich bei dieser Pflanze um die Fischpflanze in Jesu Lehren handelt, ist nicht sicher nachzuprüfen, sofern es überhaupt durch Übersetzungsfehler zu diesem „Fisch“ – welcher Art auch immer – gekommen sein sollte.



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* Christentum: Vegetarismus und die Bibel (2006). https://www.religionsforum-wogeheichhin.de/t630f4-Vegetarismus-und-die-Bibel.html (18.10.2018)

 

** Rafaël Govaerts (Hrsg.): Groenlandia - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. https://wcsp.science.kew.org/namedetail.do?name_id=309909 (19.10.2018)
Pflanzenarten – Zeigerwerte (2018). https://botanik.mettre.de/Groenlandia_densa.shtml (19.10.2018)