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Richtig vergeben können






Viele Christen bzw. Gläubige meinen, sie könnten nicht vergeben, da sie es nicht fühlen. Oder sie meinen, der andere müsse erstmal angekrochen kommen und sich entschuldigen. Erst dann könne man vergeben. Und wenn, dann nur unter Bedingungen und Einschränkungen. Doch YAHUSHUA will nicht, dass wir so vergeben, denn dies ist dann gar keine wirkliche Vergebung.


Im Gemeindegründungs-Magazin haben wir sehr viele interessante Texte darüber gefunden, die uns selber sehr geholfen haben, wie man richtig zu vergeben hat. Denn Vergebung ist keine Gefühlssache, sondern eine Willenssache!

Ein Auszug aus dem Magazin als kurze Zusammenfassung:

Wenn jemand sagt „Ich vergebe dir“,
dann verspricht er dreierlei:
1. Ich werde diese Sache dir gegenüber
nie mehr erwähnen;
2. ich werde diese Sache auch
anderen gegenüber nicht mehr
erwähnen;
3. ich werde sie vor mir selbst nicht
mehr aufrollen, d.h. mich nicht
mehr gedanklich damit beschäftigen
bzw. die Sache nicht mehr
zum Anlass für Selbstmitleid und
Groll machen.
Die Antwort: „Ja, ich vergebe dir“,
ist also mit einer ziemlich weitgehenden
Verpflichtung verbunden.
Sie ist ein Versprechen, an das man
von Menschen und von Gott wieder
erinnert werden kann.

Vergeben ist keine Gefühls-,
sondern eine Willenssache

Gott hat gesagt: „Ich will ihrer
Sünden nicht mehr gedenken!“ Gott
hat sicher keine Gedächtnislücken.
Er hat einfach eine Willensentscheidung
getroffen. Auch wir sollten Gott
nicht um eine Amnesie bitten, sondern
uns entscheiden zu vergeben.
Wäre Vergebung eine Gefühlssache,
dann hätte Gott uns nicht dazu
aufgefordert. Sein Gebot richtet sich
an unseren Willen. Natürlich ist das
Ganze eng mit unseren Gefühlen
verwoben und das macht es auch
so schwierig. Deshalb müssen wir
es lernen, nicht so sehr auf unsere
Gefühle zu schauen. Es geht ja
schließlich nicht darum, dass wir
gegenüber dem, der uns weh getan
hat, gute Gefühle haben. Wir haben
unsere Gefühle so wenig im Griff
wie unser Vergessen.

Vergebung ist unverdient
Wenn ich darauf warte, dass der
andere auf mich zukommt, dann
will ich, dass er sich die Vergebung
verdient. Diese Erwartung ist aber
eine sündige Haltung. Vergebung
heißt, auf Genugtuung zu verzichten.
An dieser Stelle wird oft
fälschlicherweise Lukas 17,3 ins
Feld geführt: „Wenn aber dein Bruder
gegen dich sündigt, so weise ihn zurecht;
und wenn es ihn reut, so vergib ihm“.
Dieser Text sagt nur aus, dass ich
dem zu vergeben habe, der reuig
ist, aber nicht, dass Reue die Voraussetzung
für Vergebung ist. Das
würde ja heißen, dass ich ein Recht
darauf habe, in meinem Herzen
Groll und Bitterkeit zu bewahren.
Das ist undenkbar. Auch wenn der
andere seine Schuld nicht bereut,
bin ich aufgefordert zu vergeben.
Wir hätten es natürlich gern, dass
der andere zu Kreuze kriecht und
uns untertänigst um Vergebung anfleht.
Wir meinen, das wäre Balsam
für unser empfindliches Seelchen.
Auf diese Genugtuung sollten wir
verzichten. Auch wir haben uns ja
schließlich die Vergebung Gottes
nicht verdient. Wenn wir dem Anderen
irgendwelche Bußübungen
und Reuebezeugungen abverlangen,
handeln wir unrecht.


Hier geht es zum Online-Magazin zum Thema "Vergebung":
www.homepage-baukasten-dateien.de/veggiechurch/Vergebung_GG1-WEB.pdf




[Magazin Herausgabe:
Konferenz für Gemeindegründung e.V.
Postfach 13 22
D-36082 Hünfeld.
www.kfg.org]